Programm: 2. Halbjahr 2016

Liebe Mitglieder und Freunde von Meridian,

im 2. Halbjahr 2016 laden wir ein zu folgenden Veranstaltungen:

 


Liebe Freunde von Meridian,
am 25. Oktober 2016, 19.30 Uhr, laden wir Sie ein zu Dr. Paul Burgard: Die saarländische Kulturzeitschrift „saargeschichte(n)“


Die seit 2005 erscheinende Zeitschrift wird vom Historischen Verein für die Saargegend und dem Landesverband der historisch-kulturellen Vereine in einer Auflage von ca. 2000 Exemplaren als Quartalsschrift herausgegeben. Auf einem breiten Kulturverständnis basierend, haben sich die „saargeschichte(n)“ mit ihrer thematischen Vielfalt, ihren interdisziplinären Ansätzen und ihrer Mischung aus wissenschaftlichen und feuilletonistischen Präsentationsformen zu einem kulturjournalistischen Projekt entwickelt, das es so in anderen Bundesländern nicht gibt. Die große Resonanz in der Öffentlichkeit, die Rezeption in wissenschaftlichen Beiträgen und die regelmäßige Berichterstattung in den regionalen Medien belegen, dass die „saargeschichte(n)“ inzwischen ein etablierter Teil der saarländischen Kulturlandschaft geworden sind.
Dr. Paul Burgard (Landesarchiv) stellt die Zeitschrift vor.

Die Veranstaltung findet statt im Casino-Restaurant, Bismarckstrasse 47-49, Saarbrücken.

Der Eintritt  ist frei!



Am 8. November 2016, 19.30 Uhr,  liest Martin Graff aus: „Der lutherische Urknall – Die Franzosen und die Deutschen“
Martin Graff hat seine erste Liebe wiederentdeckt: Theologie als Befreiungsakt gegen Fanatismus jeglicher Art. Der Filmemacher und Journalist aus dem Elsass holt weit aus, um die deutsch-französischen Beziehungen zu beleuchten. Die Franzosen haben den lutherischen Urknall verpasst. Unter diesem Trauma leiden sie noch heute. Luther hat das Machtmonopol des Vatikans gesprengt und dadurch die Demokratie ermöglicht. Die Franzosen haben zwar eine Revolution ausgelöst, aber sind katholisch geblieben, auch wenn sie stets von Laizismus sprechen. Graff analysiert die heutige Situation und begleitet Merkel und Hollande auf der Weltbühne in Hinblick auf das Lutherjahr 2017. Das Essay spart nicht mit Überraschungen. Jean Jaurès, Gründer der sozialistischen Partei Frankreichs, hat seine Doktorarbeit über Luther geschrieben. Und François Hollande leidet unter einem doppelten Kulturschock: Angela Merkel als Pfarrerstochter und Joachim Gauck als Theologe.

Die Veranstaltung findet statt im Casino-Restaurant, Bismarckstrasse 47-49, Saarbrücken.

Der Eintritt  ist frei!



 
Am 5. Dezember 2016, 19.30 Uhr, berichtet Vincent von Wroblewsky:
„Jean-Paul Sartre im Elsass und in Lothringen (1939/1940)“

Der Präsident der Sartre-Gesellschaft, der in Berlin und Paris lebende Vincent von Wroblewsky, Sohn deutscher Emigranten, berichtet über die Notizen Sartres vom Vorabend des Zweiten Weltkriegs, den sog. „Carnets de la drôle de guerre“. In der Zeit zwischen der Kriegserklärung am 3. September 1939 und dem Beginn des Westfeldzugs im Mai 1940 führte der französische Philosoph und Dramatiker ein ausführliches Tagebuch. In dieser Zeit war Sartre als Wetterbeobachter zeitweise in Brumath (Elsass) stationiert. Er notierte ausführlich die Folgen der auch auf französischer Seite erfolgten Evakuierung der Zivilbevölkerung und schilderte den Alltag in dem Grenzgebiet. Ende Juni 1940 geriet Sartre in Kriegsgefangenschaft und war einige Monate lang im sog. Stalag XII D in Trier interniert.

Moderation: Dr. Ralph Schock

Die Veranstaltung findet statt im Casino-Restaurant, Bismarckstrasse 47-49, Saarbrücken.

Der Eintritt  ist frei!